MRI des Herzens

Das MRI des Herzens ist eine recht neue Entwicklung. Das Herz bietet ist eine grosse Herausforderung für die Bildgebung, da es ständig in Bewegung ist. Seit mehreren Jahrzehnten wird das Herz mit Ultraschallbildern dargestellt wird. Als invasives Verfahren wird zudem seit langem erfolgreich die digitale Subtraktionsangiographie zur Darstellung der Herzhöhlen, der Herzkranzgefässe (Koronarien) und der grossen, abgehenden und zuführenden Gefässe angewandt. 
















Nun ist neben dem Ultraschall das Herz-MRI (CMR, Cardiac Magnetic Resonance) eine zusätzliche sehr nützliche, nicht invasive (d. h. man muss nicht mit einem Katheter in die Arterien bzw. das Herz hinein) Methode, die ohne Röntgenstrahlung auskommt. Die neuen Möglichkeiten bestehen in der präzisen Bestimmung des Zustandes des Herzmuskels bei der koronaren Herzkrankheit (als häufigste Form) sowie bei allen anderen nicht koronaren Kardiopathien (Herzkrankheiten). Es ist möglich, neben der genauen Bestimmung der Herzfunktion und der Visualisierung der Viabiltät des Herzmuskels verschiedene andere Reaktionsmuster des Myokards (Herzmuskels) darzustellen, die durch akute oder chronische Ischämie (Minderversorgung mit Blut) hervorgerufen werden. Dadurch kann der Krankheitswert einer Gefässstenose (Verengung) bzw. die Auswirkung auf das Myokard sehr präzise dargestellt werden, was für eine adäquate Therapie wichtig ist.

Weiter können mit dem Herz-MRI sehr genaue Flussmessungen über den Herzklappenöffnungen gemessen sowie die Klappen selbst sehr zuverlässig dargestellt werden. Auch Veränderungen im Bereich des Herzbeutels können zuverlässig dargestellt werden.

In Kürze folgt hier eine weitere Beschreibung der Technik des kontrastmittelverstärkten Stress-CMR, welches die Sensitivität und Spezifität bezüglich des Herzinfarktes in den verschiedenen Stadien sowie der Beeinträchtigung des Myokards deutlich erhöht.